Ingrid, die in München fast 30 Jahre "mal hier, mal dort" anschaffen war, hat sich prostitution in japan illegal um ihre Altersvorsorge nie Gedanken gemacht.
Dabei wurde klar, dass ein Ort zum Leben jenseits des Rotlichtviertels ein entscheidender Teil des Ausstiegs ist.Es braucht Personen, die hingehen und helfen, Schwellen abzubauen, die Prostituierte hindern, Beratung und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.Wir haben viele Gespräche geführt, aber schließlich kam die Anfrage wieder an uns zurück: Wer ist bereit, einen Schritt zu gehen und Verantwortung zu übernehmen?Denn der Weg raus aus der Prostitution ist schwer und am Anfang muss ein Zuhause stehen, von dem aus die Frauen ihr neues Leben selbstbestimmt und ohne Angst starten können.Das Prostitutionsgesetz war zwar noch ganz neu, als sie dem Strich den Rücken gekehrt hat.Wer denkt da an Altersvorsorge?Und das Geld zerrinne einem in den Fingern, Schulden waren abzustottern.Mimikry bietet nicht nur Beratung bei der Lebensplanung, sondern auch Hilfe bei Behörden sowie Lebensmittelspenden der Tafel.Diese Initiative ehrenamtlicher Helferinnen im "La Strada" mietet derzeit über Projektzuschüsse eine Wohnung, in der aktuell zwei Frauen leben, die von der Caritas begleitet werden.Das Geld zerrinnt in den Fingern.Die Caritas Gemeinschafts-Stiftung plant, über ihren Stiftungsfonds "SIE" eine Wohnung zu kaufen oder langfristig anzumieten, die den Frauen übergangsweise Heimat sein kann und durch die das Projekt fortgeführt wird.
Kontakt: Caritas Gemeinschafts-Stiftung, susanne Kremer, stiftungsfond "SIE" - Soziale Initiativen Ergreifen.




An später denken die wenigsten, doch mit dem Alter kommt oft die Armut.An vier Abenden können sich die Frauen hier aufwärmen, einen kleinen Imbiss zu sich nehmen, etwas trinken, mit Mitarbeiterinnen sprechen und sich austauschen.Nächste Seite, sie lesen jetzt Wenn das Rotlicht erlischt.Sie können uns vertrauen sagen Carmen Jörg, die Leiterin der Einrichtung, und Ingrids Betreuerin Sabine Skutella.Insgesamt rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich im La Strada eingefunden und diskutierten engagiert über die Planungen.Wir staunen, wie viele offene Türen wir finden, so Stefan Kuhn, Diplom-Sozialpädagoge und Leiter im Bezirk Stuttgart, der die konzeptionelle Leitung des HoffnungsHauses innehat.Das Projekt läuft im Sommer 2017 aus.Diese Wohnung könnte eine "konkrete Startrampe für ein neues Leben" sei.Eine Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums stellt allerdings fest, dass nur 0,9 Prozent der befragten Prostituierten einen Arbeitsvertrag haben.
Nach dem Ausstieg aus der Szene stand Ingrid vor dem Nichts: keine Rentenversicherung, keine Ersparnisse, keine Perspektive.



Einen Job, sagt Ingrid, könne sie nicht mehr annehmen mit den Depressionen und wenn - sie macht eine kurze Pause, räuspert sich - "würde mir ja sowieso keiner einen geben".


[L_RANDNUM-10-999]